Tränen, Drama, Happy End –
Fünf Jahre Hüller JugendFilmFest im ABC

Preisträger von links, vordere Reihe: André Kowalewski, Rebecca Klitzke, Muriel Bielenberg, Sarah Marie Matthes; hintere Reihe von links: Matthias Staudinger, Jann-Ole Oberländer, Oskar de Wyl, Alina Mendt; Fotos von Ina Meier

Preisträger von links, vordere Reihe: André Kowalewski, Rebecca Klitzke, Muriel Bielenberg, Sarah Marie Matthes; hintere Reihe von links: Matthias Staudinger, Jann-Ole Oberländer, Oskar de Wyl, Alina Mendt; Fotos von Ina Meier

Fünf Jahre wurde das Hüller JugendFilmFest im ABC Bildungs- und Tagungszentrum in Drochtersen-Hüll in diesem Jahr. Und dieses kleine Jubiläum begann mit viel Rührung, Ergriffenheit und gleichzeitig vielen Lachern. Zum Geburtstag hatten die im Landkreis Stade aufgewachsenen Berliner Filmer Jonas Brandau und Michel Diercks sowie Nils Strüven einen Überraschungsfilm gedreht, der gleich zur Eröffnung die Verbundenheit vieler junger Filmschaffender zu Hüll verdeutlichte. In vielen Sprachen wurde in diesem vorm Reichstagsgebäude gedrehten Film dem Filmfest gratuliert.

Überraschungsfilm – 5 Jahre Hüller JugendFilmFest from ABC Bildungs- und Tagungszentrum on Vimeo.

Ein Film von Jonas Brandau, Michel Diercks, Nils Strüven

Musik von:
„Balade“ von Afleurie
„Happy Birthday (VVS Version)“ von VVS
Unter CC Lizenz

Die Filme von Jugendlichen und Jungen Erwachsenen zwischen 13 und 27 standen im Mittelpunkt des 5. Hüller JugendFilmFestes, das am 1.-Mai-Wochenende wieder gut 50 Teilnehmende nach ins Kehdinger Land lockte. Über 20 Filme von teilweise überwältigender Qualität standen auf dem Programm.


Es gab kleine Geschichten, große Gefühle, originelle Ideen und trickreiche Zitate aus großen Produktionen (z.B. Harry Potter im South Park Stil…). Die Themen reichten von verlorener Liebe und innere Konflikten, bis hin zu Geschlechtsrollenfindung und Kriegsdramen. Zwischen Horror und Humor war alles dabei.

Jann-Ole Oberländer, einer der langjährigen Filmfestteilnehmer landete mit „Alles aus Liebe“ auf Platz 3. Viel und herzhaft wurde bei der Vorführung gelacht, als der leicht tölpelhafte Protagonist alles versuchte, um innerhalb eines Tages ein würdiger Fotograf zu werden. Der zweite Platz ging an „Fußspuren“, ein Projekt von Matthias Staudinger, Rebecca Klitzke und André Kowalewski, die den Weg eines Schülers zu seiner Liebe und der schwierigen Suche nach seinen eigenen Gefühlen zeigte. Dabei glänzte das Team durch wunderbare Kameraeinstellungen, schöne Bilder und verdeutlichten eindrücklich, wie sich mit ein wenig Können und relativ preiswerten DSLR-Kameras wunderbare Aufnahmen im 35mm-Stil gemacht realisieren lassen.

Preise des Hüller JugendFilmFestes

Preise des Hüller JugendFilmFestes

Der erste Platz wurde in diesem Jahr an eine Ferienwerkstattsproduktion aus dem ABC vergeben. Der in schwarzweiß gehaltene Film „Wir fahren nie durch Dornbusch“ von Muriel Bielenberg, Sarah Marie Matthes, Alina Mendt und Oskar de Wyl produzierten im vergangenem Sommer in Hüll einen Road-Movie mit Westernstimmung. Die aus der Drehbuch-Dramaturgin Sophie Achinger, dem Schweizer Regisseur Patrick Merz und dem Videokünstler Hermann Böhm bestehende Jury begründete ihre Entscheidung vor allem durch die inhaltlichen Stärken des Films und das in vergleichsweise kurzer Produktionszeit erstellte erstaunliche filmerische Ergebnis.

Weiterhin empfahl die Festivalleitung, bestehend aus der ABC-Geschäftsführerin Ina Meier und dem Jugendbildungsreferenten Henning Wötzel-Herber, den von virtuos selbsteingespielter Musik begleiteten Film „Pygmalia“ (Daniela Futschik) sowie „Mein neues Kleid“ (Magdalena Lepp) für das internationale Filmfest „Up and Coming“ in Hannover. „Der Bäckereiüberfall“, eine Schüler/innenproduktion aus dem Atheneum in Stade nach einer Erzählungsvorlage von Haruki Murakami bekam eine direkte Nominierung für das Filmfest in Uelzen.

Neben dem Film- und Festivalprogramm gab es zu dem einen Workshop, bei dem die Filmenden noch einmal zur aktiven Arbeit animiert wurden und innerhalb von 300 Minuten 30sekündige Clips für die Filmarbeit im ABC erstellten. Diese sind – ebenso wie der Eingangs erwähnte „Überraschungsfilm“ und einige der Hüller Produktionen von Schüler_innen, die mit ihrer Schulklasse oder aber in Ferienworkshops entstanden sind. Mit riesigem Vorsprung wurde „Heart Work“ als Publikumspreis gewählt, ein bezaubernd – bewegender Musikfilm von Nils Strüven.

Viele der Teilnehmenden möchten im nächsten Jahr wieder kommen. Und schon im diesen Jahr gibt es Gelegenheiten, Filme zu produzieren, die im nächsten Jahr in den Wettbewerb eingereicht werden können. Zum Beispiel bei der SommerVideoWerkstatt im ABC, zu der noch Plätze frei sind.

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