zu den aktuellen Seiten:   2. HüllerJugendFilmFest 2008

 

_Rückblick 2007

Einundzwanzig Filme in drei Tagen, doch das war längst nicht alles. Was es beim 1. FilmFest sonst noch gab? Zum Beispiel jede Menge Preise. Alles andere lest ihr weiter unten im Rückblick 2007. Dazu gibt es jede Menge Fotos und - ganz unten - den Link zu einen Film vom Festivalwochenende.

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Preisträger 2007

 
1. Preis (750 Euro)

"Das Geschäft deines Lebens"
Lukas Strobel

2. Preis (500 Euro)

"Hit and run"
Florian Neumeister

3. Preis (250 Euro)

"?!"
Annika Rave, Elena Steinmetz, Johanna Ziesemer und Josefine Schäfer

Publikumspreis

"Der Würger"
Laurien Rost und Dennis Koch

Förderpreise (50 Euro)

"Nur der Tod kann uns trennen"
Dominique Kiel, Patricia Ditrich und Sarah Vanessa Christoph

"Zeugnishexe"
Patricia Wellmann, Jaqueline Wellmann und Ankathrin Tiedemann

Fenster-nach-draußen-Preis

"Abgelegen"
Jörg Jacobsen

Rückblick 2007

Und schon ist es vorbei, das erste HüllerJugendFilmFest 2007, und das war es wirklich: ein Fest! Fast 60 junge Filmemacherinnen und Filmemacher waren der Einladung gefolgt. Knapp 30 Filme sind eingereicht worden. Davon wurden 21 gezeigt und bewarben sich um die ausgeschriebenen Preise.

Erste Runde

Der Weg bis zur Preisvergabe war spannend. In vier Blöcken wurden am Freitag und am Samstag alle eingereichten Filme vorgeführt. Zwischen den Filmen wurden die Filmemacher vorgestellt und mit dem Publikum ins Gespräch gebracht.

In den Pausen gab es genügend Zeit zur Fachsimpelei, am Samstag zudem zwei Workshops, die sich mit speziellen Themen des Films beschäftigten.

Thomas Kirchberg und Andreas Probst zeigten an praktischen Beispielen die Bedeutung und Funktion von Musik in Filmen, inklusive des Entstehungsprozesses eines Musik-Videos und der spontanen Live-Vertonung eines Trickfilms am Klavier. Lars Havemann arbeitete mit den Teilnehmern an Spezialeffekten der Maske, zeigte wie Riss-, Schnitt- und Brandwunden entstehen und wie man mit dem besonderen Saft "Blut" im Film umgeht. Nach dem 1 ½ stündigen Kurs bekam man die eine oder andere täuschend echt aussehende Wunde zu Gesicht, und selbst am nächsten Tag waren noch Spuren von Verbrennungen zu finden.

Das Festivalprogramm

Während des gemeinsamen Abendessens wurde der KunstRaum von den tatkräftigen Mitarbeitern des ABC für das Festivalprogramm und die anschließende Preisverleihung hergerichtet: Der rote Teppich wurde, flankiert von Lichterketten, ausgerollt, die Fanfare noch einmal geprobt, und schließlich wurden die Statuen ein letztes Mal poliert.

Pünktlich um 19:30 ging's dann endlich los. Eröffnet wurde das Abendprogramm mit dem von den Teilnehmern nachnominierten sechsten Festivalfilm. Obwohl bereits im Werkstattprogramm gesehen, erntete "Der Würger" auch bei der zweiten Vorführung viele Lacher. Nun folgten die fünf von der Vorjury nominierten Festivalfilme, und auch diesmal gab es nach jedem gezeigten Beitrag einen regen Austausch zwischen Filmemachern und Publikum.

Nach der Vorführung aller Filme zog sich die Jury zur Beratung zurück. Während dieser Zeit standen der Gastfilm "Ökofresh", drittplazierter Film und Publikumsliebling des Scheersbergfestivals 2006, auf dem Programm. Nach einer kleinen Verschnaufpause war es dann soweit: die Preisverleihung! Bevor die Jury ihren großen Auftritt hatte, wurde zunächst der beste Film der Kategorie "Fenster nach draußen" geehrt. Diese Entscheidung war vom Publikum getroffen worden. Der stolze Gewinner hieß "Abgelegen" von Jörg Jacobsen aus Schleswig-Holstein.

Birgit Hein, Professorin für Film und Video an der HBK Braunschweig, der Filmemacher und Kameramann Christian Girardet, Thomas Kirchberg als Vertreter der LAG Jugend und Film Niedersachsen sowie die Nachwuchsfilmer Janina Mau und Andreas Probst verkündeten dann die Festivalpreisträger: Den ersten Preis erhielt der Film "Das Geschäft deines Lebens" von Lukas Strobel aus Langen bei Bremerhaven, der zweite Preis ging an Florian Neumeister aus Buxtehude für "Hit and run", den dritten Preis sicherten sich Annika Rave, Elena Steinmetz, Johanna Ziesemer und Josefine Schröder aus Stade mit dem Film "?!".

Die Preisträger erhielten nicht nur die heißbegehrte Skulptur "Der Kameramann" als Siegestrophäe, die Preise waren auch mit Geldbeträgen von 750, 500 und 250 Euro zur Förderung der weiteren Filmarbeit verbunden. Erfreulicher- und überraschenderweise handelt es sich beim ersten und dritten Preis um Erstlingsfilme. Das war für die Jury natürlich kein Auswahlkriterium, für alle jungen Filmemacher aber sicherlich ein ermutigendes Zeichen.

Nach dieser ganzen Aufregung kam das "Low-Budget-Buffet" im Haupthaus des ABC gerade recht, eine Stärkung konnten alle gut gebrauchen, und hinter dem "Low-Budget" verbarg sich eine wunderbare Auswahl an selbstgebackenem Brot, Brötchen, Aufstrich, Dips und Rohkost. Im "Stall" war inzwischen die Bar wieder eröffnet, es gab Musik und die Möglichkeit zu tanzen - wobei der allgemeine Gesprächsbedarf größer als der Bewegungsdrang zu sein schien. Wer an diesem Abend die letzten im Bett waren? Nun, die letzte Runde Billard ging so bis 6 Uhr in der Früh...

Letzte Runde

Überraschend vollzählig war der Osterbrunch am Sonntagmorgen besucht - man blickte in müde, aber zufriedene Gesichter, und für dieses Frühstücksbuffet lohnte es sich wirklich, aus den Federn zu kommen!

Um 11 Uhr ging es in die letzte Runde des Programms, beginnend mit dem Gastfilm "Burning Love", dem zweiten Preisträger des Filmfestes 2006 in Uelzen. Anschließend wurde der Publikumspreis verliehen. Diese Wahl hatte das Publikum aus allen gezeigten Filmen, unabhängig von der Jury-Entscheidung, getroffen. Die jüngsten Filmemacher, Laurien Rost und Dennis Koch aus Drochtersen, wurden für ihren in Stummfilmmanier gedrehten Film "Der Würger" ausgezeichnet. Auch bei diesem Film handelt es sich um einen Erstling, der in den HüllerMedienwerkstätten, einem gemeinsamen Projekt von ABC und KunstRaum, entstanden ist.

Die letzten Preise, die an diesem Wochenende vergeben wurden, waren zwei Förderpreise für "Nur der Tod kann uns trennen" (Dominique Kiel, Patricia Ditrich, Sarah Vanessa Christoph) und den Film "Die Zeugnishexe" (Patricia Wellmann, Jaqueline Wellmann, Ann-Kathrin Tiedemann). Auch diese beiden Erstlingswerke entstammen aus den HüllerMedienwerkstätten und wurden von den beiden Veranstaltern Ina Meier und Manfred Strohm für so vielversprechend gehalten, dass sie ihnen förderungswürdig schienen.

Der auffallend aktive, rege Austausch und die Diskussionsfreude, die schon seit Freitag vorhanden waren, hielten bis zum Ende der Veranstaltung an, und die Nachlese war voll des Lobes wie auch konstruktiver Kritik, so gab es mehrere Verbesserungs- bzw. Änderungsvorschläge seitens der Teilnehmer. In einem Punkt waren sich jedoch alle einig: Es war ein "astreines" JugendFilmFest mit einer "wunderbaren" Atmosphäre! Und dass dies erst der Auftakt war, steht ebenfalls fest, denn: "Nächstes Jahr wieder Pflicht!"

Also dann, seid fleißig, kreativ, neugierig, macht Filme - wir sind gespannt, was es Ostern 2008 zu sehen gibt! (...und dann vielleicht mit Eiersuchen...?!) Alle notwendigen Infos werden rechtzeitig hier auf der Webseite zu finden sein, schaut einfach ab und zu mal vorbei. Die erste Vorankündigung gibt's schon jetzt:

Die HüllerMedienWerkstätten bieten auch 2007/2008 ein Videofilm-Jahresprojekt an - das neue Thema lautet: "Tatorte". Das Angebot richtet sich an Schulen, Filmgruppen und Filmemacher und bietet die Möglichkeit, sich in Workshops mit der Filmerei vertraut zu machen oder aber fortzubilden. Näheres hier auf der Website unter HüllerMedienWerkstätten.

  Film zum Festivalwochenende

Seit Ende Juni steht auch eine filmische Dokumentation des Festivalwochenendes im Netz. Autorin des achtminütigen Films ist Wiebke Hansen aus Hamburg.

  mehr ...  

 

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